Strategisches Skillmanagement: Zukunftsorientierte Qualifizierung in Zeiten des digitalen Wandels

Qualifizierung war für die Deutsche Telekom AG schon immer ein großes Thema. Ebenso wie Veränderung. Ursprünglich aus einer Behörde hervorgegangen, steht die Deutsche Telekom heute, bedingt durch den technologischen Wandel und die fortschreitende Digitalisierung, vor der stetigen Herausforderung, ihre Belegschaft kontinuierlich für die Zukunft fit zu halten. Mit dem Projekt „Strategisches Skillmanagement“ möchte sich das Unternehmen ganz gezielt darauf konzentrieren, stets die richtigen Menschen mit den richtigen Skills zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu haben. Das erfordert viel Offenheit und Flexibilität, damit die Chancen aus dem stetig zu erwartenden Wandel erfolgreich bewältigt werden können. Unter Skills versteht die Telekom die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die Mitarbeiter benötigen, um ihren Job bestmöglich ausüben zu können.

Zunächst als Pilotprojekt mit 2.800 Mitarbeitern aus den Geschäftseinheiten DT Technik, T-Systems, Technology & Innovation und DT Kundenservice im Januar 2017 gestartet, soll der Skillmanagement-Prozess langfristig eine gezielte (Weiter-)Qualifizierung der Telekom-Belegschaft ermöglichen. Die regelmäßige Gegenüberstellung von zukünftigen Skill-Anforderungen und Ist-Skills der Mitarbeiter schafft Klarheit und Transparenz darüber, welcher Entwicklungs- und Qualifizierungsbedarf besteht und ermöglicht eine zielgerichtete Qualifizierung. Darüber hinaus sieht das Unternehmen die Chance, die Personalfluktuation zu reduzieren und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter langfristig zu erhöhen.

Entwicklungsbedarf der Beschäftigten ermitteln

Und so funktioniert das Strategische Skillmanagement: Jedem Mitarbeiter wird ein sogenanntes Skill-Profil anhand der aktuellen Jobbeschreibung zugeordnet. Darin sind die idealen Skill-Anforderungen ersichtlich. Mithilfe eines IT-Tools schätzt der Mitarbeiter seine Skills selbst ein. Danach gibt die jeweilige Führungskraft eine Einschätzung ins IT-Tool ein. In einem nachfolgenden Gespräch entwickeln beide eine gemeinsame Sicht und besprechen, bei welchen Skills Entwicklungsbedarf besteht.

Ist der Entwicklungsbedarf identifiziert, schlägt das IT-Tool auf Basis des bestehenden Qualifizierungskatalogs Maßnahmen vor, die potenziell geeignet sind die Skill-Differenzen zu schließen. Mitarbeiter und Führungskraft legen anschließend gemeinsam Qualifizierungsmaßnahmen fest. Neben Online-Seminaren und klassischen Präsenzschulungen können auch On-the-job-Maßnahmen wie beispielsweise Hospitationen vereinbart werden. Zusätzlich können über das IT-Tool die Entwicklungsbedarfe auf Bereichsebenen dargestellt werden. Dies ermöglicht eine bereichsweite, zukunftsorientierte Qualifizierungs- und effiziente Budgetplanung.

Zukunftsfähige Weiterentwicklungschancen in den Fokus rücken

Wichtig ist der Deutschen Telekom dabei, dass das Aufzeigen von beruflichen, zukunftsfähigen Weiterentwicklungschancen im Vordergrund steht und nicht die Beurteilung konkreter Leistungen einzelner Personen. Um möglichen Bedenken und Sorgen des Personals entgegenzuwirken, ist das Projekt in enger Abstimmung mit dem Konzernbetriebsrat erarbeitet worden. Nach Durchführung der ersten Pilotphase geht das Projekt in eine zweite Pilotphase. Im Jahr 2018 wird nach einer entsprechenden Evaluierung über eine Weiterführung und Skalierungsmöglichkeit entschieden.