Remote Arbeiten: Flexible Arbeit im In- und Ausland

Flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Regelungen sind für das EO Institut nichts Neues. Doch was tun, wenn die Kolleginnen und Kollegen von Kanada oder Budapest aus arbeiten möchten? Das Berliner Dienstleistungsunternehmen, das vor allem in den Bereichen Evaluation, Gesundheitsmanagement und Organisationsentwicklung tätig ist, sieht diesen Wunsch als interessante Herausforderung.

Viele der elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EO Instituts arbeiten in einem 32-Stunden-Modell mit zum Teil wechselnden Arbeitstagen, Home Office und mobiler Arbeit von unterwegs. Nun hat das Unternehmen das flexible Arbeiten noch weiter ausgebaut. Um Familie und Beruf besser zu verbinden, hat sich die Psychologin Laura Buchinger mit Unterstützung der Institutsleitung dafür entschieden, zwei Monate lang aus Vancouver (Kanada) zu arbeiten. Dort wird sie sich vor allem mit Evaluationsprojekten und der Durchführung von webbasierten Kundenschulungen beschäftigen.

Gleichzeitig verbringt auch die Masterstudentin Angélique Zessin, die am EO Institut als wissenschaftliche Hilfskraft beschäftigt ist, einen Studien- und Forschungsaufenthalt in Vancouver. Auch für sie hat das Unternehmen eine flexible Arbeitszeitkontenregelung geschaffen. Die Minusstunden, die durch ihre Abwesenheit entstehen, kann sie vor- oder nacharbeiten. Einen weiteren Teil ihrer vertraglichen Arbeitszeit wird sie außerdem zusammen mit Laura Buchinger von Vancouver aus erbringen.

Damit die Kommunikation klappt, hat das Institut einige Anpassungen vornehmen müssen. So findet die wöchentliche Teamsitzung nicht mehr um 10 Uhr, sondern um 16.30 Uhr statt, damit die Kolleginnen trotz Zeitverschiebung daran teilnehmen können. Die Sitzungen werden per Videokonferenz abgehalten. Besprechungsprotokolle und aufkommenden Probleme werden in virtuellen Dashboards festgehalten, sodass alle Mitarbeitenden darauf zugreifen können.

Das Experiment dient dem Institut als Pilotprojekt für weitere flexible Remote Arbeitskonzepte. Ziel soll sein, die Balance zwischen Privat- und Berufsleben aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Job zu garantieren, der ein hohes Reiseaufkommen und enorme Flexibilität erfordert. Gleichzeitig möchte das Unternehmen Beschäftigte gewinnen und binden, deren Lebensmittelpunkt nicht in Berlin liegt.