Drei Fragen an Alexander Tirpitz

  • Ihre Kollegin wollte für eine Zeit ins Ausland. Was hat Sie dazu motiviert, eine praktikable Lösung des Remote Arbeitens zu finden, anstatt mit ihr ein Sabbatical zu vereinbaren?

    Alexander Tirpitz: Da wir uns mit Themen der Arbeitsstrukturierung und Arbeitsorganisation täglich befassen, haben wir es als Chance angesehen, selbst neue Wege zu gehen. Eine andere Kollegin hatte zuvor ein Sabbatical gemacht, weil sie wirklich ausschließlich reisen wollte. Bei Laura Buchinger ist das anders. Ihr Mann ist beruflich häufig in Vancouver und da wollte sie von dort aus arbeiten. Die Kollegin hat es sehr frühzeitig angesprochen, sodass wir uns Abläufe und Umstrukturierungen in Ruhe überlegen konnten.

  • Können Sie Ihr Projekt in einem Wort beschreiben?

    Alexander Tirpitz: Ich würde unser Projekt wohl am ehesten als "denk_frei_raum" bezeichnen. "Denk", weil das letztlich der Kern unserer Arbeit am EO Institut ist: Nachdenken und Konzepte und Ideen entwickeln. "Frei", weil Ideen nur entstehen können, wenn man frei von (zeitlichen und räumlichen) Grenzen denken und arbeiten kann. "Frei" außerdem, weil das Ganze nur funktionieren kann, wenn man nicht ständig kontrolliert wird und unabhängig von starren Regularien miteinander arbeitet. "Raum", weil wir eben diesen einräumen. Die Basis des Ganzen ist gegenseitiges Vertrauen.

  • Wie stellen Sie sich Arbeitsstrukturen der Zukunft vor?

    Alexander Tirpitz: Wir merken, dass Leben und Arbeit im Wandel sind und flexible Arbeitsmodelle immer mehr gewünscht werden. Wir haben Kernarbeitszeiten abgeschafft und sind damit sehr zufrieden. Aber wir stellen auch fest, dass sich der Arbeitsschutz den flexiblen Strukturen noch anpassen muss.