Drei Fragen an Dirk Schulte, Vorstand Personal/Soziales

  • Wie muss man sich den BVG Campus in Aktion vorstellen? Der Busfahrer mit Berliner Schnauze trifft auf die Führungskraft im Anzug?

    Dirk Schulte: Das ist kein unrealistisches Szenario. Und das ist gewollt. Entscheidend ist, dass auf dem Campus diejenigen zusammenkommen, die interessiert sind an Neuem und die ihre Erfahrungen einbringen möchten. Warum nicht der Busfahrer und der Krawattenträger? Es geht uns ja gerade darum, das Denken und Lernen zu erweitern, um so Lösungen zu finden, die uns als Unternehmen und letztlich die Mobilität in der Hauptstadt voranbringen.

  • Ist die BVG als öffentlicher Arbeitgeber damit unerwartet Trendsetter?

    Dirk Schulte: Als Anstalt öffentlichen Rechts kommen wir ja quasi aus der „alten“ Verwaltung mit all den Schwierigkeiten und Vorurteilen, aber auch großen Chancen. Mit 14.400 Beschäftigten haben wir einen enormen Pool an Wissen und Erfahrung. Aus dem versuchen wir zu schöpfen, auf kreative Weise. Damit sind wir vielleicht frischer als so mancher Konzern, das kann sein.

  • Wie wird der Campus angenommen? Bleibt er nur eine Nische?

    Dirk Schulte: Der Campus hat Versuchscharakter und kommt gut an, das Feedback ist positiv. Das Besondere ist, dass er sich stetig weiterentwickelt nach den Bedürfnissen der Beschäftigten. Außerdem steht er allen im Betrieb offen. Unabhängig vom Campus sehen wir aber verstärkt den Wunsch vor allem der jüngeren Beschäftigten, anders zu arbeiten – offener, mit mehr Austausch. Das spiegelt der Campus wider. Wir folgen diesem Ansatz aber auch bei unseren künftigen Neubauten, etwa für die IT oder beim neuen Ausbildungszentrum.