Wohlfahrtsverbände müssen sich der digitalen Herausforderung stellen

Soziale und pflegerische Tätigkeiten können durch ihren persönlichen und direkten Kontakt mit Menschen weniger als andere Berufe, wie beispielsweise in der Industrie, durch Technik ersetzt werden. Dennoch geht die digitale Entwicklung nicht an uns vorbei: Hierzu zählen veränderte Kommunikationserwartungen der Nutzer/-innen unserer Angebote, eine steigende Nachfrage nach psychosozialen Online-Beratungen, die Notwendigkeit der reflektierten Vermittlung von digitalen Kompetenzen in Kitas und in der Jugendhilfe, die Entstehung von Plattformen zur Dienstleistungsvermittlung und die Akquise von (jungen) Ehrenamtlichen. Betroffen sind die fachliche Expertise sowie die Organisationsstrukturen und -prozesse in den Einrichtungen und Verbänden.

Auch der Paritätische in Bayern ist gefordert. Aufgrund veränderter Anforderungen an die verbandliche Kommunikation beschäftigen wir uns derzeit mit unserer Kommunikationsstrategie, die um weitere digitale Instrumente erweitert werden soll. Ziel ist eine noch flexiblere und zielgruppenspezifischere Ansprache insbesondere unserer Mitgliedsorganisationen, beispielsweise durch eine gebündelte Bereitstellung von Informationen auf internen Plattformen und den damit verbundenen Zugriffs- und Nutzungsmöglichkeiten. Im Hinblick auf die Akzeptanz sind zudem direkte, persönliche und digitale Kommunikationsformen sinnvoll zu verbinden. Die Strategie berührt daher Zuständigkeiten und Abläufe und damit den Verband als solchen.

In einem solchen Prozess sind Impulse von anderen Organisationen und Unternehmen sehr hilfreich. Austauschplattformen wie Experimentierräume.de bieten die Chance, voneinander zu lernen.