Neuland gestalten mit Praxislaboratorien

Die digitale Transformation bewältigen, heißt Neuland gestalten. Für den Umbruch in der Arbeitswelt, dem Unternehmen heute gegenüberstehen, gibt es keine Blaupause. Unsere Forschungen in vielen Vorreiterunternehmen haben gezeigt, dass zwei Dinge nicht mehr funktionieren: erstens Konzepte und Strategien hinter verschlossenen Türen auszuhandeln und über die Köpfe der Menschen hinweg durchzusetzen, zweitens Change-Projekte auf die grüne Wiese zu verlagern oder auf Unternehmensinseln zu verbannen.

Deswegen gehen wir bei der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt einen völlig neuen Weg. Wir haben betriebliche Praxislaboratorien entwickelt, die dort ansetzen, "wo es brennt", an konkreten Baustellen, die die Beschäftigten selbst identifiziert haben. Die Labs sind praxisorientiert und authentisch, weil sie den realen Arbeitsalltag als Ausgangspunkt für neue Konzepte nehmen. Sie wollen Beteiligung und bringen Beschäftigte, Führungskräfte und Betriebsräte bei der Entwicklung von Zukunftslösungen zusammen. Die Projektteams arbeiten selbstorganisiert, agil und inkrementell. So entstehen ergebnisoffen und Schritt für Schritt neue Lösungen.

Von diesen selbstlernenden Teams geht eine ungeheure Innovationskraft aus – weil sie nicht isoliert agieren, sondern die Ergebnisse ihres Lernprozesses über einen Lenkungskreis ins Unternehmen hineinspielen. So können aus ihrer Expertise Weichenstellungen für die gesamte Organisation entstehen. Die Labs sind erfolgreich, weil sie das Empowerment der Beschäftigten fördern und weil sie auf einen engen Schulterschluss zwischen den Sozialparteien bauen. Insofern sind wir auf dem richtigen Weg.

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Öffnet externen LinkBeitrag im Werkheft 03