So stellen Sie Ihren Experimentierraum vor

1. Schritt: Voraussetzung prüfen

Wenn es bei Ihnen im Betrieb ein Projekt gibt, das sich als Lern- und Experimentierraum eignet, holen Sie sich das Einverständnis aller Beteiligten für eine Präsentation auf dieser Plattform. Das Projekt sollte mindestens einem der vier Themenbereiche der Experimentierräume zuzuordnen sein, also den Themenfeldern Wissen und Qualifizierung, Führung und Zusammenarbeit, Arbeitszeit und Arbeitsort sowie Arbeitsgestaltung und Gesundheit. Beispiele finden Sie auf dieser Plattform.

2. Schritt: Kurzbeschreibung einreichen

Beschreiben Sie bitte Ihren Lern- und Experimentierraum entlang folgender Fragestellungen:

(1) In welchem der vier Themenfelder ist Ihr Unternehmen/Ihre Verwaltung mit einem Lern- und Experimentierraum aktiv?
(2) Bitte spezifizieren Sie die Themenstellung des Lern- und Experimentierraums.
(3) Welcher Herausforderung begegnen Sie mit einem Lern- und Experimentierraum?
(4) Wie sieht der Ablauf des Lern- und Experimentierraums konkret aus?
(5) Beschreiben die den innovativen Charakter des Lern- und Experimentierraums: Was ist neu?
(6) Wie erreichen Sie die Beteiligung der Beschäftigten und ggf. des Betriebs- und Personalrats?
(7) Wie messen Sie den Erfolg des Lern- und Experimentierraums?

Bitte schicken Sie diese Kurzbeschreibung an die Email-Adresse Link öffnet E-Mail Programmexperimentierraeume@bmas.bund.de, zusammen mit Ihren Kontaktdaten, einer Ansprechperson, der Mitarbeitzahl Ihres Unternehmens/Ihrer Verwaltung und der Branche, in der Sie tätig sind. Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindungen setzen.
Damit ihr Projekt als Lern- und Experimentierraum auf dieser Plattform präsentiert werden kann, muss es vier Kriterien erfüllen:

(1) Ihr Projekt sollte innovativ-experimentelle Ansätze zur Gestaltung der Arbeitswelt aufzeigen. Wenn Sie zum Beispiel die Sitzordnung in Ihrem Büro ändern, um bei steigender Mitarbeiterzahl den Raum optimal zu nutzen, ist das zwar wichtig und nachvollziehbar, aber kein Lern- und Experimentierraum. Wenn Sie dagegen die Sitzordnung im Büro ändern, um neue Formen der Arbeitsgestaltung und Zusammenarbeit zu testen oder um neue Möglichkeiten der internen Kommunikation auszuloten, kann dies ein Lern- und Experimentierraum sein.

(2) Ihr Lern- und Experimentierraum muss auf betrieblicher Ebene entwickelt werden. Es geht um Praxisbeispiele, die den Betrieb und seine Beschäftigten betreffen. Projekte, bei denen es vor allem um die Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern oder Dienstleistern geht, sind nicht gemeint.

(3) Der Lern- und Experimentierraum muss unter Beteiligung der Beschäftigten sowie - falls vorhanden - des Betriebs- oder Personalrats realisiert werden. Projekte, die ausschließlich von der Unternehmensleitung vorangetrieben werden, können als Lern- und Experimentierraum nicht berücksichtigt werden.

(4) Das Lernen und Experimentieren muss dokumentiert werden, damit die Ergebnisse überprüft, nachvollzogen und gegebenenfalls adaptiert werden können.

3. Schritt: Aufbereitung durch das Ministerium

Um Ihren Lern- und Experimentierraum auf der Plattform präsentieren zu können, setzt sich unser Redaktionsteam mit Ihnen in Verbindung. Wie Sie der Plattform entnehmen können, gibt es unterschiedliche redaktionelle Formate zur Beschreibung eines Lern- und Experimentierraums - vom Video-Interview über eine Bildergalerie mit Visualisierung des Experimentierraums bis zum Kurzinterview in Textform. Zu Wort kommen sollen Vertreter der Unternehmensleitung und der Belegschaft bzw. des Betriebs- oder Personalrats. Wichtig sind auch die Erkenntnisse, die Sie aus ihren Erfahrungen im Lern- und Experimentierraum ziehen. Anpassungen und Aktualisierungen bleiben möglich.

4. Schritt: Austausch mit anderen Betrieben

Natürlich können Sie sich mit anderen Betrieben austauschen, die Lern- und Experimentierräume geschaffen haben. Sie haben darüberhinaus die Möglichkeit, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Ihren Lern- und Experimentierraum zu beantragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.