Virtueller Roundtable mit Dr. Björn Appelmann, Stadtverwaltung Karlsruhe

23. November 2017

Beim dritten virtuellen Roundtable der Lern- und Experimentierräume stand die öffentliche Verwaltung im Fokus. Diesmal berichtete Dr. Björn Appelmann von der Stadtverwaltung Karlsruhe aus der Praxis und von seinen Erfahrungen aus dem Experimentierraum.

Die Stadt Karlsruhe hat sich zum Ziel gesetzt, komplexe, zeitintensive und wenig durchschaubare Entscheidungsprozesse in der städtischen Verwaltung zu beenden. Dazu wurde das Projekt "IQ – Einführung einer innovativen Querstruktur in der Stadtverwaltung" ins Leben gerufen. Dabei werden neue innovative und agile Formen der Zusammenarbeit etabliert, die Fach- und Hierarchiegrenzen überwinden und die Stadtgesellschaft in Planungsprozesse mit einbezieht. "Unsere Vision ist, dass das agile Projektmanagement zur etablierten Arbeitsweise in Stadtverwaltungen wird", beschrieb Dr. Björn Appelmann das Ziel des Projekts.

Welche Chancen, aber auch Herausforderungen dieses Um- und Neudenken von städtischen Verwaltungsstrukturen mit sich bringt, waren Fragen die im Videochat diskutiert wurden. Die Teilnehmer des Roundtables interessierten sich darüber hinaus vor allem für die Reaktion der Beschäftigten und der Führungspersonen auf den neuen Ansatz. Deutlich wurde auch, dass für eine agile und moderne Stadtverwaltung eine Veränderung in der Verwaltungskultur gefordert ist. Ein derartiger Kulturwandel bedarf allerdings auch einer guten interne Kommunikation. Mit einem einfachen Info-Flyer für die Beschäftigten ist es hier nicht getan. Stattdessen sprechen die bereits vorangeschrittenen Teilprojekte der Stadt Karlsruhe für sich und veranschaulichen, wie die Quervernetzung der Verwaltung in der Praxis umgesetzt werden kann. Das Projekt IQ scheint bei den Beschäftigten, wie auch bei den Führungskräften angekommen zu sein. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stark beteiligt und regelmäßig befragt werden.

Die nächsten Videochats sind bereits in Planung. Wer Interesse hat, kann sich gerne per E-Mail (Link öffnet E-Mail Programmexperimentierraeume@neueshandeln.de) melden. Die Termine werden außerdem im Newsletter bekannt gegeben.