Lern- und Experimentierräume auf dem A+A Kongress 2017

09. November 2017

Mit dem Schwerpunkt „Arbeiten 4.0 – Auf dem Weg in die betriebliche Zukunft“ gestaltete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 17. Oktober auf dem 35. internationalen Öffnet externen LinkKongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (A+A) den Eröffnungsvormittag. Da es in den Vorträgen der Referenten vor allem um die zentralen Herausforderungen der digitalen Transformation in Unternehmen und Verwaltung ging, durften die Lern- und Experimentierräume nicht fehlen: In den Praxisbeispielen auf dem Webportal wird deutlich, das Unternehmen sich immer stärker mit den Themen Digitalisierung, Gesundheit und Teilhabe beschäftigen.

Peer-Oliver Villwock, Unterabteilungsleiter im BMAS, eröffnete das Programm und führte in die Thematik betriebliche Zukunft ein. Danach konnte sich das Publikum der A+A mit dem Vortag von Laurence Waterman, Park Health and Safety Partnership, ein Bild über den Arbeitsschutz im diesjährigen Partnerland der A+A, Großbritannien, machen. Er stellte u.a. den Umgang mit großen Bauprojekten im Rahmen der Olympiade in London vor. Im Anschluss präsentierte Andreas Greve von der nextpractice GmbH die Studie Öffnet externen Link"Wertewelten Arbeiten 4.0", die im Auftrag des BMAS entstanden ist. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Ansprüche der Beschäftigten an die Arbeitswelt vielfältiger werden und dies unabhängig von soziodemographischen Faktoren wie Einkommen oder Ausbildung. Einblick in die Unternehmenspraxis gab auch Frank Hauser von Great Place to Work®, der von der Studie Öffnet externen Link"Kulturwandel in der digitalen Transformation gestalten" berichtete. Dass es wichtig ist, die Beschäftigten in Deutschland, für eine erfolgreiche Bewältigung der digitalen Transformation von Anfang an mitzunehmen und einzubinden, ist eines der Ergebnisse der Studie. Wie die digitale Transformation mit älter werdenden Belegschaften funktioniert, griff anschließend Prof. Dr. Martin Hasselhorn von der Bergischen Universität Wuppertal auf.

Einblick in die betriebliche Praxis gab es anhand von Statements aus Experimentierraum-Unternehmen. Hier spielen Themen wie der Anspruch von orts- und zeitflexiblem Arbeiten, mehr Mitbestimmung durch die Beschäftigten, die Etablierung einer neuen Führungskultur oder die Verringerung von psychischen Belastungen eine große Rolle.

In der anschließenden Podiumsrunde diskutierten Vertreter von DGUV, DGB, BDA mit dem BMAS und dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik. Zum internationalen Vergleich beteiligte sich auch hier Lawrence Waterman. Das Podium beleuchtete ihre Sicht auf die Themen Digitalisierung, Gesundheit und Teilhabe, dabei bezogen sie sich immer wieder auf die Praxisbeispiele der Lern- und Experimentierräume.

In der anschließenden Podiumsrunde diskutierten Vertreter von DGUV, DGB, BDA mit dem BMAS und dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik. Zum internationalen Vergleich beteiligte sich auch hier Lawrence Waterman. Das Podium beleuchtete ihre Sicht auf die Themen Digitalisierung, Gesundheit und Teilhabe, dabei bezogen sie sich immer wieder auf die Praxisbeispiele der Lern- und Experimentierräume.