INQA-Lern- und Experimentierraum DigiGAAB erfolgreich gestartet

7. März 2019

Wie können Handwerksbetriebe die Herausforderungen des digitalen Wandels meistern und zugleich die Arbeit auf Baustellen sicherer, gesünder und motivierender gestalten? Mit diesen Fragen befasst sich das Projekt "DigiGAAB" (Digital unterstützter Gesundheits- und Arbeitsschutz im Arbeitsprozess Bau).

Die Auftaktveranstaltung am 13. Februar 2019 im baden-württembergischen Rutesheim verdeutlichte die bundesweite Bedeutung des Modellprojektes: Zwölf beteiligte Pilotunternehmen wollen anderen Handwerksbetrieben zeigen, wie sie die Chancen des digitalen Wandels nutzen können. Ihr Ausgangspunkt: den Arbeits- und Gesundheitsschutz besser in die Betriebsläufe integrieren. Digitalisierung bietet große Chancen, die Sicherheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit in allen wichtigen Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen. Das verbessert die Arbeitsbedingungen – und damit auch die Attraktivität und das Image der Bauberufe.

"Vor jeder Digitalisierungsmaßnahme muss immer eine Optimierung der Arbeits- und Geschäftsprozesse erfolgen", unterstrich Dr. Roland Falk, Projektleiter am Kompetenzzentrum Ausbau und Fassade (KomZet). "Ein schlechter analoger Geschäftsprozess wird durch eine Digitalisierung nicht automatisch besser." Welf Schröter vom Forum Soziale Technikgestaltung erläuterte, dass auch im Baubereich der Trend zu Künstlicher Intelligenz nicht aufzuhalten sei. Selbst kleine Ausbaubetriebe sollten sich darauf einstellen.

Das Stuckateurunternehmen Besemer ist einer der Betriebe, die in den kommenden drei Jahren mit dem KomZet zusammenarbeiten. Geschäftsführerin Petra Hauser-Besemer: "Mit Unterstützung des KomZet können wir neue, IT-gestützte Kommunikations- und Steuerungssysteme für unseren Betrieb ausprobieren. Besonders wichtig ist mir, dass auch meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen und die notwendigen Veränderungsprozesse in unserem Unternehmen aktiv mitgestalten können."