Sprachsteuerung in der Mensch-Maschine-Interaktion

Intelligente Vernetzung für Altenpflegedokumentationssysteme: Sprint-Doku

Wie kann es Pflegekräften und Verwaltungsmitarbeitenden in der ambulanten und stationären Pflege gelingen, ihre Arbeit einfacher zu dokumentieren? Das Projekt "Sprint-Doku" sucht eine Antwort darauf – und will den Arbeitsaufwand durch Spracheingabe und Sprachsteuerung reduzieren: Mit Experimentierräumen in den Einrichtungen der Diakonie Ruhr und dem Know-how der technischen Partner, gesteuert durch die Hamburger Fern-Hochschule SZ Essen.

Projektträger Hamburger Fern-Hochschule SZ Essen  
Wissenschaftliche Projektpartner Management for Health, Bochum/Amsterdam; IMO – Institut zur Modernisierung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen GmbH, Hilden  
Projektpartner aus der Praxis Diakonie Ruhr gGmbH, Bochum; Connext Communication GmbH, Paderborn; Nuance Communications Germany GmbH, München  
Branche Altenpflege  
Zielgruppe Pflege- und Verwaltungskräfte in der ambulanten und stationären Pflege  
  • Projektziel

    Wie kann die aufwendige Dokumentationsarbeit für Pflegekräfte und Verwaltungspersonal vereinfacht werden? Das Projekt "Sprint-Doku" versucht, eine Antwort darauf zu finden, und erprobt dazu zwei Technologien: die digitale Dokumentation und die auf Deep Learning und neuronalen Netzen basierende sprecherunabhängige Spracherkennung. Diese sollen das Pflegepersonal entlasten, die Arbeitsbedingungen verbessern, Prozesse optimieren und damit die Arbeitsqualität steigern. Getestet werden die Technologien in Experimentierräumen sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten im Pflegebereich zu erhalten und die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Pflegewirtschaft zu stärken. Für die Praxis werden ein Handlungsleitfaden und Checklisten entwickelt.

  • Drei Fragen an Prof. Dr. Wolfgang Becker

    Der Mensch kann drei- bis viermal schneller sprechen als schreiben. Das macht sich das Projekt "Sprint-Doku" zunutze: Mit Sprachsteuerung in der Mensch-Maschine-Interaktion will es die Dokumentationsarbeit von Pflegepersonal erleichtern. Was das mit Deep Learning zu tun hat, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Becker von der HFH Hamburger Fern-Hochschule im Interview. Gemeinsam mit Heinrich Recken, Leiter des HFH-Studienzentrums Essen, leitet er das Projekt.

  • Spracherkennung für die Pflege

    Spracherkennung besitzt für uns im Bereich der ambulanten und stationären Pflege das Potential, den Zeitaufwand für die Pflege- und Betreuungsdokumentation zum Nutzen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie auch der Mitarbeitenden zu verringern. Wir erwarten außerdem insgesamt eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Prozessqualität.

    Robert Hirtes, Projektpartner "Sprint-Doku", Diakonie Ruhr

  • Den Beschäftigten Zeit zurückgeben

    Zeit ist eine wichtige Ressource in der Altenpflege. Dokumentation verbraucht Zeit, über die Pflegekräfte in ihrem Arbeitsalltag nicht ausreichend verfügen. Mit dem Projekt "Sprint-Doku" wollen wir den Beschäftigten durch Spracherkennung und -steuerung in der Pflegedokumentation Zeit zurückgeben, die sie für die Interaktion mit den Patienteninnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohnern nutzen können.