ESF-Programm „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“

 

Älter, weiblicher, bunter – vielfältige Belegschaften zu managen und Diversität als Wettbewerbsvorteil zu nutzen sind zwei der zentralen Aufgaben der Unternehmen von morgen. Als großer Innovationstreiber fördert die Digitalisierung diese Entwicklungen, zum Beispiel durch die Möglichkeit des flexiblen, zeit- und ortsunabhängigen Arbeitens. Gleichzeitig fordert sie von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sich stetig weiterzubilden. Denn nur die Fähigkeit und die Motivation zu lebenslangem Lernen kann langfristig den persönlichen und unternehmerischen Erfolg sichern. Um gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Vorteile und Auswirkungen der Digitalisierung als Chance nutzbar zu machen, sind Weiterbildungsstrategien und eine motivierende, lernende Unternehmenskultur entscheidend.

Hier setzt die Förderung der Initiative „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ (ESF-Sozialpartnerrichtlinie) an. Sie bietet den Rahmen, um Veränderungen in Unternehmen anzuschieben – unter der Mitwirkung von Beschäftigten, Unternehmensführung und Sozialpartnern. Ihre konkreten Ziele bestehen darin, nachhaltige Weiterbildungsstrategien zu entwickeln, die Teilhabe von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erhalten und zu fördern.

Welche Projekte können im Rahmen der Sozialpartnerrichtlinie gefördert werden?

Förderfähig sind Projektvorhaben, die Sozialpartner und betriebliche Akteure bei der Fachkräftesicherung unterstützen und die sich in den folgenden fünf Handlungsfeldern bewegen:

  • Aufbau von Personalentwicklungsstrukturen, insbesondere durch Qualifizierung von Schlüsselpersonen und Weiterbildungsmaßnahmen von Älteren, Frauen, An- und Ungelernten sowie Beschäftigten mit Migrationshintergrund
  • Aufbau von vernetzten Weiterbildungsstrukturen in KMU und Durchführung von betrieblichen und überbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen für KMU
  • Initiierung von Branchendialogen
  • Entwicklung lebensphasenorientierter Arbeitszeitmodelle und Karrierewegplanungen
  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure zur Förderung der Chancengleichheit

Der aktuelle Förderaufruf der ESF-Sozialpartnerrichtlinie „Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ steht unter dem thematischen Schwerpunkt „Arbeit 4.0 – Zukunft der Arbeit – Fachkräftesicherung für die Arbeitswelt der Zukunft“.

In diesem Rahmen können Projektvorhaben in den fünf Handlungsfeldern der Richtlinie gefördert werden, die sich mit der Entwicklung und Umsetzung von praxisrelevanten Lösungsansätzen zur Gestaltung der digitalen Transformation auf betrieblicher Ebene beschäftigen.

An wen können sich Antragsteller wenden?

Für potentielle Antragsteller, die ein Projekt zum Themenschwerpunkt des vierten Förderaufrufs „Arbeit 4.0“ planen, bietet die ESF-Regiestelle „Fachkräfte sichern“ im Juni und Juli 2017 drei thematische Antragsworkshops an. Ferner können Sie die Möglichkeiten von telefonischer und persönlicher Beratung nutzen.

Interessenbekundungen können dann vom 4. September bis zum 13. Oktober online beim Bundesverwaltungsamt eingereicht werden. Weitere Informationen zum thematischen Schwerpunkt des vierten Aufrufs, zu den Workshops und Beratungszeiten finden Sie auf der Homepage der ESF-Regiestelle unter Öffnet externen Linkwww.initiative-fachkraefte-sichern.de.