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    IK BEN ALICE

     

     

IK BEN ALICE

Regie: Sander Burger
Niederlande 2015, 80 Min., FSK 0
Kinofassungen: Niederländische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Barrierefreie Fassungen: Deutsche Audiodeskription, deutsche Untertitel für Gehörlose über die Apps Greta und Starks

Einer älter werdenden Bevölkerung stehen begrenzt Fachkräfte in der Pflege zur Verfügung. Daher soll der Pflegeroboter „Alice“ zukünftig Ersatz leisten. Der in Rotterdam uraufgeführte Dokumentarfilm IK BEN ALICE, geht der Frage nach, wie Roboter eine Beziehung zu Menschen aufbauen können. Ergreifend, herzzereißend und moralisch.

Trailer zum Film

Screenshot aus dem Film

Credits

Drehbuch und Regie: Sander Burger

Kamera: Sal Kroonenberg NSC

Ton: Taco Drijfhout, Gideon Bijlsma, Hein Verhoeven

Schnitt: Manuel Rombley

Musik: Jeroen Arts Sounddesign: Jan Schermer

Recherche und Produktionsleitung: Annemiek Munneke

Ausführender Produzent: Sylvia Baan

Produzent NCRV: Yolande van der Blij

Leitender Redakteur NCRV: Jelle Peter de Ruiter

Produzenten KeyDocs: Janneke Doolaard, Hanneke Niens und Hans de Wolf

Regie

Sander Burger wurde 1975 in Korhogo, Elfenbeinküste geboren und lebte bis zu seinem achten Lebensjahr in verschiedenen Ländern. Nach dem Abitur studierte er Geologie an der Vrije Universiteit in Amsterdam, und wechselte bald an die Filmakademie, um zunächst Produktion zu studieren. Während seiner Ausbildung zeigte sich, dass Sanders Interesse eher in der Regie liegt. Während sein erster Film „Ons Waterloo“ noch ein dokumentarischer Kurzfilm war, widmete er sich ab 2004 fiktionellen Filmen. Mit IK BEN ALICE kehrt Sander zum Dokumentarfilm zurück.

Zusammenfassung

„Als Arbeitsministerin möchte ich die Zukunftsdebatte als Fortschrittsdebatte führen, in der die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen“, so Bundesministerin Andrea Nahles im Grünbuch Arbeiten 4.0. Der Film IK BEN ALICE leistet einen wichtigen Beitrag zu dieser Fortschrittsdebatte unter der Überschrift Arbeiten 4.0. Einer älter werdenden Bevölkerung stehen begrenzt Fachkräfte in der Pflege zur Verfügung. Eine Antwort skizziert der soziale Roboter als Wesenselement eines zukünftigen Set-ups für ältere Menschen – pflegend, unterhaltend, kommunikativ, lernend. Der weltweit auf Festivals gezeigte Dokumentarfilm IK BEN ALICE begleitet in Amsterdam das Projekt einer interdisziplinär aufgestellten Gruppe aus Wissenschaftlern, Pflegefachkräften, Angehörigen und Senioren beim prototypischen Einsatz des Socio-Bots Alice.

Drei ältere alleinstehende Damen empfangen in ihren Wohnungen einen außergewöhnlichen Besucher: der Pflegeroboter Alice wurde von der Forschungsgruppe SELEMCA der Freien Universität Amsterdam entwickelt, um den wachsenden Anforderungen an die Pflege älterer Menschen, die einsam sind und an Demenz leiden, gerecht zu werden. Die älteren Damen sind schon nach kurzer Zeit begeistert von dem Robotermädchen, das sie im Rahmen eines Experiments besucht. Aufgrund ihres hohen Alters sind sie geradezu prädestiniert für seine Dienste. Mit Hilfe von Pflegefachkräften und Angehörigen wollen die Forscher herausfinden, wie ein solcher Socio-Bots mit Senioren kommunizieren und auf sie reagieren kann, um die Auswirkungen von Einsamkeit und Demenz im Alter abzumildern. Das Zusammenleben mit dem Robotermädchen bleibt nicht ohne Wirkung auf die älteren Damen und so überrascht der Ausgang des Experiments alle Beteiligten.

IK BEN ALICE ist ein ergreifender, oftmals herzzerreißender und moralisch durchaus verwirrender Dokumentarfilm, der das Thema Automatisierung von einer völlig neuen Seite aus beleuchtet und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

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