Was wir gelernt haben

Jacob Chromy, Digitalstratege, und Annegret Schlegel, Organisatorin und Moderatorin des "Schontags", erläutern ihre fünf Erkenntnisse aus dem bisherigen Prozess:

  1. Empfehlung

    Der "Schontag" als ganztägiges Barcamp ist ein sehr komplexes und fortgeschrittenes Format, das man in dieser Form nur einführen sollte, wenn man Erfahrung mit Sessions, Design Thinking und ähnlichen Methoden hat. Man kann aber auch einzelne Aspekte des "Schontags" herausgreifen und sich dem Format schrittweise annähern.

  2. Empfehlung

    Ein ganz einfacher erster Schritt ist, mit einer Montagsrunde zu starten und erst einmal abzufragen, wie es den Kolleginnen und Kollegen geht. So kann man oft schon Missverständnissen und Schwierigkeiten im Laufe der Woche vorbeugen.

  3. Empfehlung

    Um das Format kennenzulernen, bietet es sich an, möglichst viele Barcamps selbst zu besuchen und dort einzelne Sessions anzubieten. Im Unternehmen kann man das dann gut erst mal bei einem jährlichen oder monatlichen Event ausprobieren – es muss nicht gleich jede Woche sein!

  4. Empfehlung

    Der "Schontag" braucht eine gute Moderation, die durch den Tag leitet, eine offene Atmosphäre schafft und auf die Einhaltung der Zeitvorgaben pocht. Außerdem ist es gut, eine Person zu haben, die das Format dauerhaft betreut und kontinuierlich weiterentwickelt.

  5. Empfehlung

    Nicht gleich aufgeben, wenn es beim ersten oder zweiten Mal nicht klappt. Unser "Schontag" hat acht bis zehn Iterationen gebraucht, bis wir uns damit wohlgefühlt haben, unsere jährliche Klausur im Barcamp-Format ca. fünf Jahre. Man muss dranbleiben, weiter ausprobieren und gemeinsam immer wieder nachjustieren.