"Auf zu neuen Welten: humanzentrierte Digitalisierung"

Um in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt bestehen zu können, startet Phoenix Contact 2015 mit der Initiative "Auf zu neuen Welten – Industrie 4.0 bei Phoenix Contact" einen umfassenden digitalen Transformationsprozess. Eine zentrale Anforderung dabei ist, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg der digitalen Transformation mitzunehmen. Damit das gelingen kann, setzt das Unternehmen auf drei zentrale Maßnahmen: Information, Partizipation und Qualifikation.

Industrie 4.0: keine Angst vor der Digitalisierung

Mit der Initiative "Auf zu neuen Welten" verfolgt Phoenix Contact das Ziel, Fortschritt mit innovativen Lösungen zu gestalten, die begeistern. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, will das Unternehmen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunächst die Unsicherheit vor der Digitalisierung nehmen. Zudem steht es vor der Herausforderung, auch diejenigen zu involvieren, die sich nur wenig mit Industrie 4.0 beschäftigen. Die Lösung sieht Phoenix Contact in der umfassenden Qualifizierung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit sie veränderten Anforderungen gerecht werden und neue Aufgaben übernehmen können.

Gemeinsam mit externen Trendforschern hat das Unternehmen eruiert, wie die (Arbeits-)Welt in zehn bis zwanzig Jahren aussehen könnte. Aufgrund der Dynamik des Themas bleibt die Digitalisierung ein offener Prozess; Wege und Planungen müssen gegebenenfalls angepasst werden. Die Industrie 4.0 bringt Veränderungen in der Arbeitswelt mit sich, die zu Anpassungen der Arbeitsprozesse und der Anforderungen an den Arbeitsplatz führen. Dadurch entsteht schnell eine Ungewissheit bei vielen Beschäftigten. Um mit diesen Unsicherheiten niemanden allein zu lassen, setzt Phoenix Contact auf aktive Einbindung und Beteiligung seiner Mitarbeitenden.

Information der Belegschaft

In einem ersten Schritt leistet das Unternehmen intensive Kommunikationsarbeit. Gemeinsam mit dem Betriebsrat informieren Unternehmens- und Personalleitung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von regelmäßigen Betriebsversammlungen und Mitarbeitertreffen gezielt über den Status in Sachen Industrie 4.0 sowie die einzelnen geplanten Schritte. Gesonderte Informationsveranstaltungen gibt es zudem für Führungskräfte. Darüber hinaus wird regelmäßig in der Mitarbeiterzeitung und via Intranet über aktuelle Entwicklungen berichtet. So kann die Belegschaft nachverfolgen, in welche Richtung sich das Unternehmen bewegt und welche Schritte als nächstes anstehen.

Mitbestimmung: Mitarbeiter gestalten Transformation

In einem zweiten Schritt werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konkret an der Umstrukturierung beteiligt. Die partizipativen Maßnahmen leitete Phoenix Contact zunächst am Standort Blomberg bei einer ausgewählten Produktionseinheit aus etwa 1.400 Beschäftigten ein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einheit wurden zu Workshops in kleineren Gruppen eingeladen. Darin erarbeiteten sie, wo und wie ihre Fachbereiche digitaler werden können, wie sich der eigene Arbeitsplatz sowie die täglichen Aufgaben und Arbeitsabläufe dadurch verändern werden, wie man sich bestmöglich darauf vorbereiten kann und wo Qualifizierungsbedarfe bestehen. Diese Form der Mitbestimmung wird sukzessive auch auf andere Unternehmensbereiche ausgeweitet. Von Anfang an wurde zudem der Betriebsrat einbezogen. Alle 14 Tage tauschen sich die Sozialpartner über die Entwicklungen aus, wodurch den Betriebsräten große Gestaltungsspielräume im Rahmen der Initiative "Auf zu neuen Welten" ermöglicht werden.

Qualifikation ist der Schlüssel

Als dritten Aspekt setzt Phoenix Contact bei der digitalen Transformation auf umfassende Qualifizierungsmaßnahmen. Für rund 35 Millionen Euro baute das Unternehmen am Standort in Schieder ein Bildungszentrum, dessen Schulungsangebot primär auf Themen der Digitalisierung ausgerichtet ist. Konzipiert werden die Seminare nach den zuvor in den Workshops ermittelten Qualifizierungsbedarfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Teilnahme steht jedem offen. Die Beschäftigten können selbst mitbestimmen, in welchem Bereich sie ihre Fähigkeiten erweitern wollen. Parallel zu den Seminaren haben sie außerdem die Möglichkeit, das Erlernte direkt im Arbeitsalltag an den neuen Maschinen auszuprobieren.

Neben digitalen Kenntnissen werden im Bildungszentrum auch soziale Fähigkeiten, Soft Skills und Führungskompetenzen vermittelt. Externe Coaches bilden Führungskräfte zu „Change Leadern“ aus, um gezielt Veränderungen im Unternehmen in Gang zu setzen und ihre Teams ebenfalls dahingehend anzuleiten.

Humanzentrierte Digitalisierung: ein innovativer Prozess

Mit seiner Informations- und Kommunikationsarbeit sowie den umfassenden Partizipations- und Qualifikationsmaßnahmen beschreitet Phoenix Contact den Weg einer Digitalisierung, bei der der Mensch im Fokus steht. Bislang sprechen Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit für den Erfolg der Initiative.


Die beständig fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt macht lebenslanges Lernen unverzichtbar. Unterstützung zu dieser Thematik bietet auch die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Mit dem INQA-Check "Wissen & Kompetenz" können Unternehmen prüfen, wie sie die Ressourcen Wissen und Kompetenz wirtschaftlicher nutzen können. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: www.inqa-check-wissen.de