Nachgefragt: Was ist aus der "Spielwiese" geworden?

Wie hat sich dieser Experimentierraum seit seiner Vorstellung auf unserer Plattform entwickelt? Wie ist heute der Stand? Wir haben bei der INOSOFT AG nachgefragt.

Als eine Art experimenteller und zugleich gesteuerter Freiraum hat sich die "Spielwiese" mittlerweile im Unternehmen etabliert. "Sie ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur geworden", sagt Vorstand Thomas Winzer. Allerdings ist der Experimentierraum keineswegs in Stein gemeißelt. Regelmäßig probiert das Unternehmen neue Ansätze aus und gestaltet die Rahmenbedingungen immer wieder neu.

Einige Mitarbeitende hatten kritisiert, dass die "Spielwiese" stets an einem festen Freitag im Monat stattfindet. Dies sei mit Arbeit und Freizeit nicht immer optimal zu vereinen. Das Unternehmen reagierte und lockerte die Regelung. Aus einer großen "Spielwiese" wurden mehrere kleine "Spielwiesen", bei denen autonome Teams selbstbestimmt an Themen arbeiten und auch über die Termine ihrer Treffen frei entscheiden durften. "Dieser Ansatz hat sich jedoch nicht bewährt, da es für die organisatorisch verantwortlichen Beschäftigten einen Mehraufwand bedeutete, die Gruppen und Arbeitsergebnisse zusammenzubringen", erklärt Winzer. Nach vier Monaten brach das Unternehmen diesen Versuch wieder ab und kehrte zum alten Modell zurück.

Weitere Neuerungen sind geplant: 2019 will die INOSOFT AG die "Spielwiese" erstmals auch für ihre Kundschaft öffnen. Eine Idee, die ebenfalls im Rahmen einer "Spielwiese" entstanden ist. "Natürlich haben wir im Arbeitsalltag auch mit unseren Kundinnen und Kunden über das Konzept und die Erfolge der ,Spielwiese‘  geredet. Sie waren neugierig, weshalb wir beschlossen haben, das Format zukünftig zu öffnen", so Winzer. Von dem neuen Ansatz erhofft sich das Unternehmen wertvolle Impulse. Erste Vorgespräche mit Interessierten wurden bereits geführt.

Ansonsten ist die "Spielwiese" ihrem bisherigen Konzept treu geblieben. Monatliche Treffen sowie das Arbeiten in interdisziplinären Kleingruppen an Themen, die sowohl von der Geschäftsführung als auch von den Mitarbeitenden selbst eingebracht werden können, haben sich bewährt. "Eine im letzten Jahr durchgeführte Umfrage hat noch einmal gezeigt, dass die 'Spielwiese' bei allen Beschäftigten gut ankommt und als fruchtbare Institution wahrgenommen wird", freut sich Winzer. Auch "Trendscout" und "Skill-Matrix" konnten als Instrumente der Themenfindung überzeugen und kommen daher weiterhin zum Einsatz. Inhaltlich drehte es sich bei der "Spielwiese" in den letzten Monaten immer wieder um das Thema künstliche Intelligenz, woraus sich voraussichtlich in naher Zukunft ein neuer Geschäftszweig der INOSOFT AG entwickeln wird.