Was wir gelernt haben

Dr. Josephine Hofmann (Fraunhofer IAO) und Christian Liedtke (DKB, Human Relations) erläutern ihre Empfehlungen aus dem bisherigen Prozess:

  1. Empfehlung

    Flexibles Arbeiten muss im gesamten Team- bzw. Bereichsumfeld vorbereitet und organisiert werden. In vielen Organisationen finden detaillierte Absprachen hierzu nur bilateral zwischen Führungskraft und Mitarbeiter statt, die Organisation eines reibungslosen Ablaufes bleibt so oftmals an den Führungskräften "hängen". Die gewählte Vorgehensweise bei der DKB verhindert dies gezielt und sorgt mit der Methode der gemeinsamen Workshops dafür, dass sich die Arbeitsbereiche als Ganzes um die Umsetzung der Flexibilisierungswünsche kümmern und damit eine hohe Teamverantwortlichkeit erzeugt wird.

  2. Empfehlung

    Die Moderation und Expertise eines externen wissenschaftlichen Partners, wie zum Beispiel dem Fraunhofer IAO, ist für den Prozess sehr bereichernd. Alle Beteiligten nehmen das Institut als neutrale Instanz war, die viel Wissen und Erfahrungen mit anderen Unternehmen hat und einbringt. Die Offenheit gegenüber dem wissenschaftlichen Partner ist groß.

  3. Empfehlung

    Flexibles Arbeiten erfordert Disziplin von allen Beteiligten. Vieles lässt sich technisch lösen, doch ohne vereinbarte Spielregeln im Team und den Willen, auch orts- und zeitunabhängig gute Arbeit zu leisten, geht es nicht.

  4. Empfehlung

    Man darf diejenigen nicht vergessen, die weiterhin vom "klassischen Arbeitsplatz" aus arbeiten und nicht flexibel arbeiten können oder wollen. Flexible Arbeit muss so organisiert sein, dass ein Großteil der Arbeit nicht an den Kolleginnen und Kollegen im Büro hängen bleibt.

  5. Empfehlung

    Es gibt keine Pauschallösung für alle Mitarbeitenden und alle Einheiten. Veränderungen in den Arbeitsabläufen müssen zu den Aufgaben der Person sowie zur Teamstruktur passen. Man muss sich hier die Zeit nehmen, um gemeinsam mit allen Beteiligten teamindividuelle Lösungen zu entwickeln. Die Realisierung von Arbeitsinnovationen bedarf der aktiven Beteiligung aller Akteure und eines ganzheitliches Handelns im Entwicklungsprozess.