Losgelöst von Raum und Zeit – Arbeit in ortsunabhängigen Teams

Kolleginnen und Kollegen, die zusammenarbeiten, sich physisch aber selten oder sogar nie an einem Ort befinden: In dem global agierenden IT- und Software-Konzern Cisco wird diese Zukunft der Arbeit schon gelebt. Einige Mitarbeitende sitzen vielleicht in Frankreich, andere in der Schweiz, wieder andere in Deutschland. Trotzdem bilden sie ein Team und arbeiten gemeinsam an einem Projekt. Selbst die Führungskräfte befinden sich selten dort, wo ihre Mitarbeitenden sind: 60 Prozent der Beschäftigten bei Cisco haben ihre Chefin oder ihren Chef nicht am gleichen Arbeitsort. Wie das gelingt? Durch moderne digitale Technologien, die vollständig vernetztes Arbeiten ermöglichen, und eine Arbeitskultur, die nicht auf Anwesenheit setzt, sondern auf Ergebnisse.

Technologie ist die Basis, Vertrauen der Schlüssel

Bei Cisco gilt: Wer nicht will, muss nicht täglich ins Büro. Teambesprechungen finden nicht am gemeinsamen Konferenztisch, sondern per Video statt. Ob sich die Beteiligten dabei über ihren Arbeits-Laptop in einer Cisco-Niederlassung, von zu Hause oder unterwegs mit dem Smartphone zuschalten, bleibt ihnen überlassen. Dokumente können in der Cloud abgelegt und gemeinsam bearbeitet werden. Kommuniziert wird verstärkt über Business-Messaging-Dienste anstatt E-Mail. Die hierfür notwendigen Technologien stehen den Beschäftigten zur Verfügung – theoretisch an jedem Ort auf der Welt. Dass dabei Technologien auch wieder verschwinden und durch neue, praktikablere Lösungen ersetzt werden, ist selbstverständlich. So entwickelt sich die Technik entsprechend den Bedürfnissen der Mitarbeitenden ständig weiter. So wurden beispielsweise Messenger und Intranet-Plattformen von passenderen Tools abgelöst oder Desktop-Telefone durch Handys und IP-Telefonie am PC ersetzt.

Mit seiner flexiblen Arbeitsweise setzt Cisco zudem großes Vertrauen in seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn wer losgelöst von Raum und Zeit arbeitet, muss sich stärker selbst organisieren und gut kommunizieren können. Verlässliche Erreichbarkeit und klare Aufgabenverteilung im Team sind unerlässlich. So sind etwa die Führungskräfte per E-Mail oder Chat erreichbar, damit Fragen geklärt und Ziele abgestimmt werden können. Eine gute Kommunikation stärkt zudem den Teamgedanken – nicht unwichtig bei Kolleginnen und Kollegen, die nicht Tür an Tür sitzen. Damit all das gelingt, helfen Schulungen, etwa in Sachen Selbstmanagement. Hinzu kommen regelmäßige Pflichttrainings zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zu Compliance, bei denen auch der richtige Umgang mit Arbeitszeit eine Rolle spielt.

Was man verkauft, sollte man selbst leben

Als eines der größten IT-Unternehmen der Welt mit etwa 72.000 Beschäftigten wird bei Cisco grundsätzlich digital gedacht: Welche Lösungen machen unsere Arbeit einfacher und effizienter? Das gilt für die Arbeitsgestaltung genauso wie für die Cisco-Produkte. Die Devise: Was wir unseren Kundinnen und Kunden anbieten, muss uns auch selbst gefallen. Die Technologie für die Cisco-Videokonferenzen beispielsweise gehört zu den führenden Online-Videoclients auf dem Markt.

Neuen Ideen in Sachen Arbeitsgestaltung stehen die Beschäftigten bei Cisco deshalb nicht nur aufgeschlossen gegenüber, sie fordern sie auch ein. Regelmäßig werden neue Ansätze auch dem Gesamtbetriebsrat vorgelegt, der sie prüft und etwaige Bedenken mit der Geschäftsführung rückkoppelt. So hat der Betriebsrat beispielsweise grünes Licht für ein Tool gegeben, mit dem die Beschäftigten freiwillig ihre Zufriedenheit und Arbeitsauslastung bewerten können – unter der Bedingung, dass die Führungskräfte diese Daten nicht für die Mitarbeiterbewertung heranziehen dürfen. In der von hoher Mobilität und Eigenorganisation geprägten Arbeit ist dieses Tool für viele Mitarbeitende und Führungskräfte ein wichtiges Feedback-Instrument, zusätzlich zu den normalen Mitarbeitergesprächen.

Für Cisco ist dieser technologisch geprägte Arbeitsansatz nur logisch. Er gehört zum Selbstverständnis in einem Unternehmen, in dem zahllose Ingenieurinnen und Ingenieure permanent an neuen digitalen Lösungen tüfteln.