Neues Denken in neuen Räumen: Wissen zusammenbringen

Mit 14.400 Beschäftigten sind die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eine Hausnummer in der Hauptstadt – nicht nur was den öffentlichen Personennahverkehr anbelangt. Mit ihrer über die Grenzen Berlins hinaus bekannten Imagekampagne „Weil wir dich lieben“ haben sie gezeigt, dass eine Anstalt des öffentlichen Rechts auch unerwartet frisch sein kann. Was bei der Außendarstellung gelang, will die BVG auch im Unternehmen umsetzen: sich modern und mutig weiterentwickeln. Mit neuen digitalen Möglichkeiten entstehen neue Mobilitätsformen im Individualverkehr. Sich diesen Entwicklungen zu stellen und als Teil der Daseinsvorsorge die Mobilität der Zukunft mitzugestalten, darin sieht die BVG eine wichtige Aufgabe.

Damit das gelingt, ermöglicht das Unternehmen seinen Beschäftigten das Denken und Lernen außerhalb der althergebrachten Strukturen: Auf dem BVG Campus können seit Mitte 2016 auf unkonventionelle und kreative Art Ideen und Projekte entwickelt werden. Statt monotonen Sitzungsräumen mit schwerem Mobiliar bietet sich den Teilnehmenden ein 350 Quadratmeter großer, offener Raum. Ausgestattet mit Pinnwänden, Flipcharts und Bastelmaterial liegt er in einem ehemaligen Gewerbehof, umgeben von Start-ups, abseits der alltäglichen BVG-Räumlichkeiten. Der Ansatz: Wer Veränderungen im Denken will, braucht auch einen anderen Denkraum – sei es, dass man mal im Stehen arbeitet, Ideen in Knete formt oder Apps auf dem Tablet ausprobiert, die außerhalb der IT der BVG liegen. Zudem wird das Know-how genutzt, das im Unternehmen vorhanden ist: Fachleute aus dem Betrieb arbeiten bereichsübergreifend zusammen, Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen. Bei Bedarf werden Moderatorinnen und Moderatoren oder externer Sachverstand bereitgestellt.

Der BVG Campus zeigt: Anderes Denken ist möglich, auch in der Branche des öffentlichen Personennahverkehrs. Ob der Campus erfolgreich und zu einer festen Institution wird, muss sich jedoch zeigen. Der Mietvertrag läuft zunächst bis Mitte 2018.