Dialog

Die Veränderungen der Arbeitswelt erfordern neue Ideen, frische Gedanken und einen offenen Dialog. Gerade weil die Zukunft der Arbeit bisher nur schemenhaft erkennbar ist, brauchen wir Impulse, wie diese Zukunft aussehen könnte und wie sie nicht aussehen sollte. Denn die Digitalisierung wirft viele Fragen auf. Bleibt der Sonntag grundsätzlich ein Tag der Erholung, wenn die Arbeit immer und überall erledigt werden kann? Wie lässt sich Solidarität organisieren, wenn immer mehr Beschäftigte im Home-Office arbeiten und die direkte Absprache im Büro nicht mehr funktioniert? Ist die Solo-Selbstständigkeit in Zukunft das Normarbeitsverhältnis, während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum Auslaufmodell wird? Welche Führungskräfteentwicklung muss stattfinden, um den Bedürfnissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht zu werden? Diese Fragen bewegen Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Kirchen und Gewerkschaften. Hier kommen sie zu Wort und werfen ihren Blick auf die Veränderungen, die uns alle angehen. Über die Dialogfunktion können Sie den meisten unserer Expertinnen und Experten Fragen stellen.

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Antworten von Fabian Kienbaum

Hier finden Sie die bereits beantworteten Fragen der Expertinnen und Experten. Stellen Sie Ihre eigene Frage

  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Ist Digitalisierung nicht nur ein BuzzWord? Haben Sie den Eindruck, dass sich in Unternehmen wirklich etwas ändert?
    ANTWORT
    Portraitaufnahme von Fabian Kienbaum
    Fabian Kienbaum: Wenn der Begriff oberflächlich und unpräzise verstanden und benutzt wird, ja – ansonsten keinesfalls! Es braucht konkrete Antworten und die sind für jede Organisation individuell und damit unterschiedlich, je nach Branche, Sektor, etc. Wichtig ist die authentische Auseinandersetzung mit dem Thema, insb. aus technologischer sowie kultureller Sicht. Und diese bringt i.d.R. zum Vorschein, dass nicht alles rosig sein kann – damit entsteht zwangsläufig Veränderungsdruck. Klarheit hilft, die Dinge zu entmystifizieren und greifbar zu machen, sowohl für die eigenen Mitarbeiter als auch alle übrigen Stakeholder. Wer sich dem Thema offen und chancenorientiert annimmt, kann durch aktives Agenda-Setting tiefgreifende Veränderung betreiben. Am Ende des Tages müssen sich Führungskräfte für Veränderung öffnen und den Wandel mit Verve treiben. Und da der globale Wettbewerb nicht schläft, sind Eile und Ausprobieren geboten: fail fast, fail cheap – am besten in dafür vorgesehenen Experimenttierräumen.
  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Viele Unternehmen gründen Labs, lassen die Führungsetage aber weitgehend unverändert - macht das Sinn?
    ANTWORT
    Portraitaufnahme von Fabian Kienbaum
    Fabian Kienbaum: Nein, das macht keinen Sinn. Innovation-Labs sind probate Vehikel, um die digitale Transformation in Organisationen voranzutreiben, aber für sich genommen nicht ausreichend. In der Tat müssen sich die relevanten Führungsgremien ebenso für Veränderung öffnen. Dazu gehören vor allem Aufsichts- oder Beirat sowie Geschäftsführung. Damit ebnet sich der Weg für mehr Musterbrecher, die als Fachfremde wirbeln dürfen. Was das für Organisationen bedeutet, muss ebenso individuell beantwortet werden. Interessant zu beobachten ist z.B. die Entwicklung in der sich in massiver Veränderung befindlichen Luftfahrtbranche. Dort haben in jüngster Vergangenheit sowohl Easyjet mit Carolyn McCall als auch Eurowings mit Thorsten Dirks auf CEOs gesetzt, die nicht der Branche entwachsen sind – sicherlich mit entsprechenden Plänen und Hintergedanken verbunden.

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