Dialog

Die Veränderungen der Arbeitswelt erfordern neue Ideen, frische Gedanken und einen offenen Dialog. Gerade weil die Zukunft der Arbeit bisher nur schemenhaft erkennbar ist, brauchen wir Impulse, wie diese Zukunft aussehen könnte und wie sie nicht aussehen sollte. Denn die Digitalisierung wirft viele Fragen auf. Bleibt der Sonntag grundsätzlich ein Tag der Erholung, wenn die Arbeit immer und überall erledigt werden kann? Wie lässt sich Solidarität organisieren, wenn immer mehr Beschäftigte im Home-Office arbeiten und die direkte Absprache im Büro nicht mehr funktioniert? Ist die Solo-Selbstständigkeit in Zukunft das Normarbeitsverhältnis, während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum Auslaufmodell wird? Welche Führungskräfteentwicklung muss stattfinden, um den Bedürfnissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht zu werden? Diese Fragen bewegen Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Kirchen und Gewerkschaften. Hier kommen sie zu Wort und werfen ihren Blick auf die Veränderungen, die uns alle angehen. Über die Dialogfunktion können Sie den meisten unserer Expertinnen und Experten Fragen stellen.

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Antworten von Anna Kaiser und Jana Tepe

Hier finden Sie die bereits beantworteten Fragen der Expertinnen und Experten. Stellen Sie Ihre eigene Frage

  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Wo treten gemäß Ihrer Erfahrung Probleme beim Jobsharing auf?
    ANTWORT
    Portraitaufnahme von Anna Kaiser und Jana Tepe
    Anna Kaiser und Jana Tepe: Die wichtigsten Voraussetzungen sind sicherlich, dass das Modell von Vorgesetzten und Kollegen toleriert wird und die beiden Jobsharer in eine gemeinsame Richtung blicken. Ohne die Akzeptanz im Team wird es für das Tandem schwierig. Auch sollte man niemand in ein Jobsharing zwingen, da es sich schon um eine besondere Art der Zusammenarbeit handelt. Die einzigen Fälle, in denen Jobsharing einmal nicht geklappt hat, lagen eigentlich immer genau daran, dass ein Chef das Modell zwei Mitarbeitern quasi "aufgedrückt" hat. Das kann natürlich nicht funktionieren. In allen anderen Fällen - ja tatsächlich in nahezu 100% der Unternehmen, die Jobsharing einmal ausprobiert haben - klappt es wunderbar. Man darf die hohe Eigenmotivation der Jobsharer und auch ihr Eigeninteresse sowie den individuellen Mehrwert, den das Modell ja mit sich bringt, nicht unterschätzen. Die Chance, im Jobsharing zu arbeiten, setzt eine enorme Energie und Dynamik frei!
  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Können die Mitarbeiter ihre wöchentliche Stundenzahl wirklich selbst wählen oder liegt die Letztentscheidung bei Ihnen? Und kommt es dann nicht zu Enttäuschungen, wenn Sie auch mal den Mitarbeiterwunsch aufgrund von Auslastungsspitzen verneinen müssen?
    ANTWORT
    Portraitaufnahme von Anna Kaiser und Jana Tepe
    Anna Kaiser und Jana Tepe: Unsere eigenen Mitarbeiter können ihre Stundenzahl frei wählen, genau. Denn wer sind wir, dass wir über die Lebenszeit unserer Kollegen Entscheidungshoheit hätten? Unsere Aufgabe ist es, im Fall der Fälle zu schauen, wie wir Aufgaben und Verantwortlichkeiten (ggf. anders) verteilen und wo wir eventuell noch weiteren Support hinzuholen müssen. Natürlich spüren wir auch seitens unseres Teams ein hohes Commitment und eine große Loyalität, gerade weil wir so viele Freiheiten gewähren. Eine Kollegin zum Beispiel möchte nun ihre Stunden in einem Bereich reduzieren, in dem aktuell besonders viel Arbeit anfällt. Wir haben es so vereinbart, dass sie die 4-Tage-Woche startet, sobald die Abläufe in ihrem noch recht jungen Team soweit professionalisiert sind, dass es für alle Seiten passen wird. Das wird in 2-3 Monaten so weit sein. Am Ende ist es ein Geben und Nehmen und man spricht ja in der Politik nicht umsonst vom "Flexibilitätskompromiss". Die Bitte eines Arbeitsnehmers - der ja in Wahrheit ein Arbeitgeber (!) ist - würden wir allerdings nie grundsätzlich ablehnen oder ihm dadurch Karrierechancen verwehren.

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