Dialog

Die Veränderungen der Arbeitswelt erfordern neue Ideen, frische Gedanken und einen offenen Dialog. Gerade weil die Zukunft der Arbeit bisher nur schemenhaft erkennbar ist, brauchen wir Impulse, wie diese Zukunft aussehen könnte und wie sie nicht aussehen sollte. Denn die Digitalisierung wirft viele Fragen auf. Bleibt der Sonntag grundsätzlich ein Tag der Erholung, wenn die Arbeit immer und überall erledigt werden kann? Wie lässt sich Solidarität organisieren, wenn immer mehr Beschäftigte im Home-Office arbeiten und die direkte Absprache im Büro nicht mehr funktioniert? Ist die Solo-Selbstständigkeit in Zukunft das Normarbeitsverhältnis, während die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zum Auslaufmodell wird? Welche Führungskräfteentwicklung muss stattfinden, um den Bedürfnissen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerecht zu werden? Diese Fragen bewegen Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Kirchen und Gewerkschaften. Hier kommen sie zu Wort und werfen ihren Blick auf die Veränderungen, die uns alle angehen. Über die Dialogfunktion können Sie den meisten unserer Expertinnen und Experten Fragen stellen.

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Antworten von Dr. Nanne von Hahn

Hier finden Sie die bereits beantworteten Fragen der Expertinnen und Experten. Stellen Sie Ihre eigene Frage

  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Wie können "ältere" Mitarbeiter, die bisher keinen persönlichen und beruflichen Zugang zu digitalen Themen hatten, für diese Inhalte begeistert werden?
    ANTWORT
    Porträtfoto von Nanne von Hahn
    Dr. Nanne von Hahn: Viele – auch "ältere" – Mitarbeiter sind bereits privat digitaler unterwegs als im beruflichen Kontext. Darin liegt eine große Chance und deshalb blicke ich hier weniger pessimistisch auf die Ausgangslage. Die Vermittlung des Nutzens der digitalen Technologien für den beruflichen Kontext hilft, eventuelle Hemmungen abzubauen. Wir sehen den individuellen Nutzen und die Entlastung als stärkstes Argument für die Annäherung an digitale Themen. Technologie soll unterstützen und von lästigen Routineaufgaben befreien. Das schafft mehr Freiraum, Zeit für Kreativität und Interaktion zwischen Menschen. Die Vermittlung ist Aufgabe der Führungskräfte, die wertvollsten Mittel sind das Vorleben und beständige Kommunikation. Neben den Führungskräften können hier Mentoren agieren – im Rahmen eines "Reverse Mentoring" beraten dann z. B. Junior- die Senior-Kollegen. Dieser Wechsel der Blickrichtung hilft, eigenes Verhalten und eigene Präferenzen zu überdenken und Hemmschwellen abzubauen.
  • FRAGE Redaktionsteam Experimentierräume (aus User-Rückfragen): Zu welchen HR-Aktivitäten raten Sie kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der Suche nach Mitarbeitern mit Kompetenzen im Bereich Digitalisierung? Auf Tools können sie oftmals nicht zurückgreifen.
    ANTWORT
    Porträtfoto von Nanne von Hahn
    Dr. Nanne von Hahn: Für kleine und mittelständische Unternehmen liegt die Chance darin, unmittelbar durch aktuelle Mitarbeiter die Begeisterung bei zukünftigen Mitarbeitern zu wecken. Beispielsweise können bestehende Mitarbeiter lokale Meet-ups oder andere Formate in der Region besuchen und so zu Botschaftern für das Unternehmen werden. Das sehe ich als wichtige Maßnahme – wenn auch nicht digital –, um mit wenig Streuverlust viele direkte Kontakte zu möglichen Kandidaten zu knüpfen. Das Gleiche können die Unternehmen auch digital gestalten, indem sich Mitarbeiter in digitalen Communitys und auf Plattformen als Repräsentanten des Unternehmens engagieren. Hierfür braucht es keine eigenen teuren Tools, sondern nur etwas Zeit und Engagement der Mitarbeiter. Authentisch und dadurch am wirksamsten ist dies, wenn Unternehmen tatsächlich im jeweiligen Fachgebiet Netzwerke auf- und ausbauen.

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