Weiterbildung in der digitalen Arbeitswelt stärken

Arbeitsbericht der IT-Gipfel-Plattform "Digitale Arbeitswelt" zur Weiterbildung vorgelegt
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Die IT-Gipfel-Plattform "Digitale Arbeitswelt" unter Leitung von Bundesministerin Andrea Nahles und dem Ersten Vorsitzenden der IG Metall, Jörg Hofmann, legte heute einen Arbeitsbericht mit Empfehlungen zur Weiterbildung vor. Der Bericht fasst die Ergebnisse und Empfehlungen einer Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politik zusammen. Die Ergebnisse werden in den IT-Gipfel am 17. November eingespeist, bei dem die „Digitale Bildung“ ein Schwerpunktthema ist.

Bundesministerin Nahles: „Tätigkeiten, Arbeitsprozesse und Kundenbeziehungen verändern sich durch die Digitalisierung nachhaltig und schnell. Wir brauchen eine Weiterbildungsoffensive für die digitale Arbeitswelt, damit sich Beschäftige und Unternehmen darauf einstellen können. Dabei kann eine unabhängige Weiterbildungs- und Qualifizierungsberatung helfen, dass Unternehmen ihren Fachkräftebedarf aus eigener Kraft sichern. Sie ist auch der richtige Ansatz, damit sich Menschen nicht erst in Phasen von Arbeitslosigkeit oder drohender Arbeitslosigkeit mit Weiterbildung beschäftigen.“

Der Bericht beschreibt die berufliche Weiterbildung als Erfolgsfaktor in einer hochdigitalisierten Arbeitswelt. Er analysiert die neuen Kompetenzen, die benötigt werden. Darüber hinaus nennt er zentrale Herausforderungen, u.a. Weiterbildungsbedarfe im Betrieb besser zu erkennen, die Zugangschancen zu Weiterbildungsmaßnahmen zu verbessern und Weiterbildung zeitlich und finanziell zu ermöglichen.

Die Arbeitsgruppe war sich einig, dass es notwendig ist, die Information und Beratung bei Weiterbildungsfragen mit Hilfe von niedrigschwelligen, unabhängigen Angeboten vor Ort zu verbessern. Die Instrumente zur Identifikation, für die Planung und für das Monitoring von Weiterbildungsbedarfen sollten weiterentwickelt werden und die Potenziale von neuen digitalen Lernformen für ein selbstbestimmtes und individualisiertes Lernen sollten genutzt werden. In der Arbeitsmarktpolitik wird der Ansatz, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen in einer sich schnell wandelnden Arbeitswelt zu erhalten und auszubauen, noch wichtiger. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, bedarf es einer langfristig ausgerichteten Qualifizierungs- und Weiterbildungsstrategie innerhalb der Bundesregierung sowie zwischen Bund und Ländern und unter Einbeziehung von Wirtschaft und Gewerkschaften.