Keine Angst vor Experimenten: Wir brauchen eine agile Arbeitspolitik

08.05.2017

Im Dialogprozess Arbeiten 4.0 ist vor allem eins deutlich geworden: Die Arbeitswelt wird sich massiv verändern. Viele Trends sind bekannt, aber absolute Gewissheiten über die Arbeit der Zukunft hat heute niemand. Daher lohnt es sich, den Weg des Dialogprozesses weiterzugehen: Entwicklungen beobachten, das Gespräch mit den Beteiligten suchen, politisch mit Augenmaß handeln und dabei – wo immer Konflikte auftauchen – soziale Kompromisse unter Einbeziehung aller Akteure ermöglichen.

Wir brauchen auch konkrete "Lernräume" in möglichst vielen Betrieben. So können neue Arbeitsformen in der Praxis erprobt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Das Bundesarbeitsministerium wird Betriebe dabei unterstützen und will so auch kleinere Betriebe zum Mitmachen ermuntern.

Wenn wir eine innovative und lernende Gesellschaft sein wollen, müssen wir auch neue Risiken eingehen. Gleichzeitig sollten wir auch über neue Sicherheiten nachdenken. Wir brauchen deshalb eine agile Arbeitspolitik, die Raum für Neues lässt und dort aktiv wird, wo es nötig ist. Nur so können wir ein Modell der guten digitalen Wirtschaft und Arbeit entwickeln.

Um in einer sich schnell wandelnden Zeit passende Regeln zu finden, brauchen wir eine Phase des gemeinsamen "Lernens in und aus der Transformation" und eine experimentelle Erprobung neuer Konzepte. Auch in der Politik.

Darüber diskutiere ich auf der diesjährigen re:publica.