Diskussionen zum Weißbuch auf der Abschlusskonferenz Arbeiten 4.0

28.11.2016

Morgen ist es soweit: Unter dem Titel "Arbeiten 4.0 – das Weißbuch" startet unsere Abschlusskonferenz zum Dialog Arbeiten 4.0. Auf der Abschlusskonferenz wollen wir eine Bilanz des Dialogprozesses ziehen, die Ergebnisse diskutieren und einen Ausblick auf die nächsten Schritte geben. Rund 800 Gäste werden teilnehmen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aller Gruppen, die sich am Dialogprozess beteiligt haben.

Hinter uns liegen 19 Monate intensive und manchmal auch kontroverse Debatte. Einigkeit besteht aber darin, dass die Veränderung der Arbeitswelt ein entscheidendes Feld in der Digitalisierung der Wirtschaft ist, nicht nur für die betroffenen Arbeitnehmer, sondern auch für die Frage, ob Unternehmen in Deutschland erfolgreich aus der Digitalisierung hervorgehen. Außerdem wurde deutlich, dass sich längst nicht nur die technischen Instrumente der Arbeit verändern, sondern auch die Arbeitsprozesse insgesamt im Spannungsfeld von Mensch, Technik und Arbeitsorganisation. Und schließlich, dass die Digitalisierung längst nicht der einzige Treiber im Transformationsprozess ist, sondern dass veränderte Werte der Menschen und ihrer Ansprüche an Arbeit mindestens genauso wichtig sind.

Vor diesem Hintergrund wird Andrea Nahles morgen das Weißbuch Arbeiten 4.0 vorstellen und Schlussfolgerung für "Neue soziale Kompromisse für die Arbeitswelt" ziehen. Diese wird sie dann mit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und dem Vorsitzenden der IG-Metall, Jörg Hofmann, diskutieren.

Diskussionen prägen dann auch den weiteren Verlauf der Konferenz: Zur Frage, ob uns die Arbeit wirklich ausgeht und wie Qualifizierung zur Beschäftigungssicherung beitragen kann, diskutiere ich u.a. mit dem Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske und Prof. Ute Klammer vom Institut Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen.

Zur neuen Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine diskutiert meine Kollegin Anette Kramme u.a. mit dem Chief Technology Officer des Roboterherstellers Kuka, Dr. Christian Schlögel, dem Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, und der Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff.

Wie neue Flexibilitätskompromisse bei der Arbeitszeit aussehen können, thematisiert meine Kollegin Yasmin Fahimi u.a. mit der Betriebsratsvorsitzenden von Microsoft, Kerstin Lippke, und dem Bosch-Arbeitsdirektor Christoph Kübel.

Welche Perspektiven die Arbeitsgesellschaft von morgen prägen ist dann Thema der Abschlussrunde, in der ich u.a. mit Prof. Ulrich Weinberg von der HPI School of Design Thinking und der Siemens Personalchefin Janina Kugel diskutiere.

Viel Stoff für Diskussionen also. Und damit es nicht zu trocken wird haben wir auch noch Poetry Slammer Bas Böttcher eingeladen, der eigens für den Kongress zum Thema Arbeit kreativ geworden ist.

Das komplette Programm der Konferenz findet man hier. Mitdiskutieren kann man natürlich auch online unter dem Hashtag #arbeitenviernull

Es lohnt sich also, dabei zu sein. Dienstag, 29. November, ab 10.00 Uhr auf www.arbeitenviernull.de/live