Datenschutz in der Digitalisierung

24.01.2017

Die Digitalisierung beruht auf Daten, die gesammelt, gespeichert und analysiert werden: Sie sind ein neuer Rohstoff für die Wirtschaft. Sie sind Grundlage für vernetzte Arbeit und zunehmende Mensch-Maschine-Interaktion. Dabei geht es um große Mengen von Daten, die sehr sensibel sein können.

Die zentrale Herausforderung besteht daher darin, das hohe Niveau der Datensicherheit und des Beschäftigtendatenschutzes in Deutschland auch im digitalen Wandel zu erhalten und sicher zu stellen, dass es den gläsernen Beschäftigten auch in Zukunft nicht gibt. Der Schutz von Beschäftigtendaten ist insofern besonders sensibel, als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Arbeitgebern in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen, das sie schutzbedürftig macht.

Dem trägt auch die Tatsache Rechnung, dass die Gestaltungsmacht der Unternehmen durch die im Betriebsverfassungsgesetz verankerte Mitbestimmung bei technischen Einrichtungen beschränkt wird. Dieser Passus gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil mittlerweile die meisten Tätigkeiten mit Hilfe digitaler Einrichtungen verrichtet werden, die unter diese Regelung fallen.

Damit die Mitbestimmung in diesem Bereich die Rechte der Beschäftigten sichert, gleichzeitig aber die Einführung neuer Hard- und Software aber nicht unnötig verzögert, brauchen Betriebsräte die nötigen Ressourcen, um als kompetente Gesprächspartner für die Arbeitgeber im betrieblichen Veränderungsprozess agieren zu können. Auch technische Lösungen wie Verschlüsselung und Anonymisierung können zur Sicherstellung des Datenschutzes beitragen.